16. April 2018

Seed-Finanzierung für Münchner DeepTech-Startup Artisense

Project A und Vito Ventures investieren in AI-gestützte Computer-Vision- Lösung

  • Deutsche Forschung liefert weltweit führende Computer-Vision-Technologie für autonome Fahrzeuge und Robotik
  • Komplexe Algorithmen und Cloud-Technologie ermöglichen effizientes 3D-Mapping & Localization in Echtzeit

Berlin/München, 16. April 2018. Die weltweit führende Lösung für KI-gestützte Computer-Vision, Artisense, gibt heute eine Seed-Finanzierung von 4,1 Millionen Euro bekannt. Der Münchner VC Vito Ventures investiert gemeinsam mit dem Berliner VC Project A und Business Angel Chris Hitchen. Mit der Finanzierung wird Artisense seine auf forschungsnahen Algorithmen, Machine-Learning und Cloud-Technologie basierende Software weiterentwickeln und in Partnerschaften mit branchenführenden Unternehmen integrierte Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle entwickeln. Dazu zählen unter anderem autonomes Fahren, Robotik, aber auch dynamisches 3D Mapping und Data-Science. Zudem werden die Teams an den Standorten in München, Palo Alto und Tokio weiter ausgebaut.

“Wir sehen Europa immer mehr zu einem der Hubs für DeepTech Startups werden. Es hat sich ein einzigartiges Ökosystem etabliert, dass Innovation, Forschung und Unternehmertum mit riesigen Absatzmärkten verbindet. Artisense hat das Potenzial mit seiner Technologie zum Vorreiter für dynamisches 3D-Mapping zu werden und damit die Grundlage für autonome Bewegungen von Maschinen zu ermöglichen”, sagt Thomas Oehl, Managing Partner bei Vito Ventures.”

Artisense hat Algorithmen entwickelt, die es ermöglichen, in Echtzeit aus normalen Videobildern dynamische 3D-Karten zu erstellen. Diese bilden die Basis für autonomes Verhalten von Fahrzeugen oder Robotern. Dabei kann im Grunde jede handelsübliche Kamera als Sensor verwendet werden. Teure beziehungsweise fehleranfällige Technologien wie LiDAR und GPS werden nicht benötigt, können aber zusätzlich Daten in Artisense’ Spatial Intelligence Platform einspeisen, die als Cloud eine globale Karte generiert und diese stetig aktualisiert. Die Artisense-Technologie ist präziser, robuster und flexibler als alle anderen Lösungen, die derzeit entwickelt werden.

“Wir sehen schon lange interessante Bewegungen im Bereich Mobilität”, sagt Uwe Horstmann, Partner bei Project A. “Artisense hat ein sehr starkes Team, das uns nicht nur aufgrund seiner Expertise und seinem tiefen Fachwissen, sondern auch durch das innovative und zukunftsorientierte Geschäftsmodell sehr beeindruckt hat. Wir freuen uns den nächsten Schritt gemeinsam gehen zu können”.

Daniel Cremers, Professor am Institut für Bildverarbeitung und Mustererkennung der TU München und Preisträger des Leibniz-Preises, ergänzt als Chief Scientific Office das Artisense Management-Team, zu dem außerdem Andrej Kulikov als Chief Executive Officer und Till Kaestner als Chief Operation Officer zählen. Durch die enge Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft will Artisense den Industriestandard für Computer-Vision und autonomes Fahren definieren.

“Für selbstfahrende Fahrzeuge aller Art, ob Autos, Lieferroboter oder Logistikfahrzeuge, werden dynamische 3D-Karten, die eine hochpräzise Lokalisierung zur sicheren Navigation voraussetzen, künftig nicht mehr wegzudenken sein”, sagt Prof. Dr. Daniel Cremers. “Durch die enge Verknüpfung aus aktuellster Forschung und Praxis, können wir bereits jetzt die genaueste und robusteste Technologie-Lösung anbieten.”

Artisense gewann im April 2018 den Pitch-Wettbewerb auf der Slush-Konferenz in Tokio. In Deutschland ist das Startup seit 2017 Teil des Airbus BizLab, wodurch eine frühe Partnerschaft mit Airbus entstand.

Über Artisense
Gegründet von renommierten Forschern, Industrieexperten und Company Buildern, entwickelt Artisense AI-gestützte Computer Vision Lösungen für die Automatisierung von Fahrzeugen und Robotik. Die Artisense Technologie ermöglicht Navigation autonomer Fahrzeuge ohne GPS, teure Sensoren oder Hardware auf Basis dynamischer 3D Karten, die in einem Internet of Vehicles zusammengeführt werden. Als Spin-off des Lehrstuhls von Prof. Daniel Cremers von der Technischen Universität München, baut Artisense auf 10 Jahren Forschung und Zusammenarbeit mit führenden OEM, T1 und Technologieunternehmen auf.